CARRILLO_N13¿

Musiktheater als Installation
Musik Biennale Bern / 8. – 15.9.2012
durchgehend während 169 Stunden geöffnet, konzertante Führungen täglich zu festen Zeiten, ca. 60 Min

Die performative Installation Carrillo_N13¿ stellt die Ideen des mexikanischen Komponisten Julián Carrillo (1857-1965) auf die Probe. In seiner Teoría del Sonido 13 (Theorie des dreizehnten Tons) entwickelte er das System der Dehnung und ‚Stauchung’ von Kompositionen, das er nicht nur auf die eigenen, sondern alle Werke der Musikgeschichte anwenden wollte. Carrillo strebte damit die Revolutionierung der klassischen europäischen Musik an und rief zur musikalisch-territorialen Gegenkolonialisierung Europas auf.
Die musikalische Installation folgt Carrillos Aufruf und setzt seinen Plan knapp 100 Jahre später in die Tat um. Jede/r Teilnehmer*in und jede/r Besucher*in befeuert durch seine Anwesenheit und sein Wissen den ‚Mo- tor‘ der Installation. Carrillo_N13¿ ist zugleich Klanggenerator, Plattform für Diskussionen über Formen von Kolonialisierung und ‚Mutterschiff‘ für die Partizipierenden.

Künstlerische Leitung und Regie Till Wyler von Ballmoos | Komposition Michel Roth | Bühne Emanuel Schulze | Dramaturgie Diana Rojas | Musikalische Leitung Samuel Stoll | Raumklanggestaltung Kaspar König | Technik Sebastian Geret

Musikalische Performance Benedikt Bindewald, Aleksander Gabrys, Kaspar König, Samuel Stoll, Till Wyler von Ballmoos | Schauspiel Ingo Ospelt

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