DER TOD UND DAS MÄDCHEN – EIN WIEDERHALL

Schauspiel

Prinzregententheater München / 19. – 21.11.2010
Körber Studio Junge Regie, Hamburg / 28.4.2011
Bayerische Theatertage, Bamberg / 6.6.2011

Die Inszenierung ist angelegt auf das »Wie« der kreatürlichen Weigerung, eine existenzielle Erfahrung aufzuarbeiten, damit konsumabel zu machen und so dem Vergessen anheimzugeben. Konsequent kommen zu dessen theatralischer Verhandlung vornehmlich akustische Mittel zum Einsatz. Über den Einsatz von Mikrofonierung, Musik und Geräuschcollagen, gepaart mit einer eigenen Bildwelt entsteht ein vielschichtiges Psychogramm von gegenseitigen Abhängigkeiten der Figuren, das gleichzeitig weit über Ariel Dorfmanns Stück hinausweist. Lineare Orts- und Zeitgrenzen werden zugunsten einer universelleren Betrachtung von Menschen aufgehoben.

Ausgezeichnet mit dem Preis für beste Regie an den 29. Bayerischen Theatertagen Bamberg 2011.

Regie Till Wyler von Ballmoos | Bühne
Evi Bauer | Dramaturgie Adrian Herrmann | Text Ariel Dorfmann

Schauspiel Rena Dumont, Oliver Losehand, Stefan Maaß

PRESSE
„[…] Der Transformation der eindeutigen Opfersicht in das Mulitperspektivische der Erzählung vom eigenen Leben verleiht Till Wyler von Ballmoos in „Der Tod und das Mädchen“ eine pulsierende Gestalt, indem er eine Form schafft, wo sich das Theater der Technik nicht andient sondern sie in seinen Dienst stellt und mir ihr und durch sie hindurch ein Menschenbild jenseits von Gut und Böse aufblitzen lässt. […]“ (Laudatio von Frank Raddatz für die beste Regie 2011)

„[…] Die Gewichte von Schuld und Sünde verschieben sich ständig, zugleich entwickelt die Inszenierung einen Sog, der den Zuschauer in die Geilheit des Täters wie in die Hilflosigkeit des Opfers gleichermaßen emotional einbezieht – aber wer ist hier überhaupt was? Indem Regisseur Till Wyler von Ballmoos (Hochschule August Everding, München) und seine drei hervorragenden Darsteller die alltägliche Gewalt in unseren Gesprächen und Beziehungen vor Ohren führen, werden wir zu Komplizen eines monströsen Geschehens, das wir andernfalls nur von außen betrachtet hätten. […]“ (Nachtkritik, Elske Brault, 7.6.2011)

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