KUNST FÜR OBERBOTTIGEN – OBERBOTTIGEN FÜR KUNST

Performance und Installation

Festival out+about, im Rahmen des Theaterfestivals AUAWIRLEBEN, Bern / 30.4. 2017

Das Festival out+about hat den Auftrag mit Hilfe des Hauptstadtkulturkredits Bern dafür zu sorgen, dass Theater und Kunst nicht nur im Zentrum der Stadt, sondern auch in der Peripherie stattfindet.

Das im Jahre 2004 gegründete Kollektiv 5 FREUNDE befragte mit der Kunstaktion Kunst für Oberbottigen – Oberbottigen für Kunst Formen eines zentralistisch gelenkten Kulturimperialismus, Machtmechanismen im Kunstbetrieb, das Recht auf Selbstbestimmung und die ortsspezifische Notwendigkeiten von Kunst im öffentlichen Raum.

Vor gut 200 Jahren war es der Adel und die Kirche, die entschieden, wer bestimmen darf, was Kunst ist. Doch das aufstrebende Bürgertum wollte die Kunst und Kultur nicht länger den herrschaftlichen Eliten überlassen. So begannen die Bürger sich in Kunstvereinen zu versammeln, zu diskutieren und organisieren. Diese Vereine wurden zu Triebfedern der Demokratisierung in Europa. Sie wurden zu einer kritischen Stimme der Bürgerinnen und Bürger gegen ein Monopol von Meinungen. Sie stifteten Gemeinsinn und waren zugleich Stein des Anstosses für Diskussionen über Fragen zur Gesellschaft und Politik.

Mit einem massiven Findling als Geschenk und gleichzeitig Gründungsstein wurde der Versuch unternommen, den Kunstverein Oberbottigen von und mit den Bürgern des Dorfes Oberbottigen ins Leben zu rufen.

Konzept und Performance Lorenz Langenegger, Martin Schick, Till Wyler von Ballmoos

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