PLATZ SCHAFFEN – PLATZ NEHMEN


Kollektive Performance im öffentlichen Raum

Vorplatz der Oper Stuttgart / 9.3.2016

Im Jahr 2014 erstarkte eine homophobe Gruppierung, unter anderem angetrieben durch eine Veränderung des Schullehrplans im Land Baden-Württemberg. Diese richtete sich gegen Diversität im Allgemeinen und im speziellen gegen Gender Mainstreaming. An dem Tag, an dem die sich diese Initiative den Opernvorplatz mit einer Veranstaltung besetzen und ihre Interessen proklamieren wollte, luden die Staatstheater Stuttgart Künstler*innen ein, den Platz im Sinne der Offenheit und Vielfalt zu bespielen.

In der kollektiven Performance Platz schaffen — Platz nehmen wurde eine einfache Aufforderung an das Publikum gerichtet: Sitzgelegenheiten für mindestens zwei Personen aus Holz bauen, um Raum für Austausch und Diskussion zu schaffen und so den Platz zu besetzen. Diese Form der Community-Bildung führte zu einer Manifestation von Vielfalt in Form von temporären Möbeln und einer kritischen Auseinandersetzung mit den aktuellen politischen Vorgängen.

Konzept Till Wyler von Ballmoos & Sebastian Däschle | Partizipierende Stipendiaten Schloss Solitude und zufälliges Publikum | Text Judith Engel

 

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