Yokainoshima – fragment

Recherche

YOKAINOSHIMA – FRAGMENT ist eine Recherche und eine Studie über Fremdheit und Techniken des „Othering“ und untersucht die Figur des „Wilden Mannes/Wilden Frau“. Im Rahmen einer Residenz am LOD Muziektheater und Bijloke Music Center führte das künstlerische Team eine Materialrecherche durch, indem es mit der Differenz zwischen Objekt und Subjekt zwischen dem Bekannten und dem Unbekannten arbeitete.

Thematisch geht es in diesem Projekt um den „Große Andere“ (Jacques Lacan), das Unbekannte, das Fremde und die damit verbundene Angst, aber auch um die Faszination und Ambivalenz der Figur des Wilden Mannes / der Wilden Frau im Kontext traditioneller Rituale.

Der ‚Andere‘ und das Unbekannte können uns erschrecken und gleichzeitig bewundern und beneiden wir seine Macht. Heute werden soziale, hegemoniale Ordnungen immer fragiler. Die Verteufelung „des Anderen“ wird immer mehr zu einer gewalttätigen Praxis, die Legitimität einer symbolischen und materialistischen Hierarchie zu demonstrieren. Wir fragen: Welche Narrative schaffen heute Fremdheit? Wie liessen sich diese zugunsten einer zukünftigen lebenswerten Gesellschaft umschreiben? Warum fürchten wir uns vor dem Fremden? Wie kommt das Fremde in unsere Körper? Wie schaffen wir Differenz ohne Festschreibungen und vereinfachende Definitionen vorzunehmen? Welche Art von Dämonisierung übersehen wir im Alltag? Wie kann diese gewalttätige Praxis überwunden werden, ohne dass sie selbst zu Gewalt wird? Mangelt es in unserer westeuropäischen Kultur an Ritualen, an Magie, die uns hilft, unsere Ängste zu überwinden?

Konzept Till Wyler von Ballmoos, Nikolaus Witty | Bühne und Kostüm Calle de Hoog | Performance Nikolaus Witty

In Zusammenarbeit mit Frank van Eycken (perc) und Astrid Stockman (voc)

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