Vom Gärtnern und Töten

Gardeningworkshop, Performance, Hörspiel

UA: Burg Hülshoff – Center for Literature, 26.8. – 29.8.2020

Der Roman Hundert Tage von Lukas Bärfuss erzählt die Geschichte eines moralischen Irrtums, der in Ruanda eines der größten Verbrechen des Jahrhunderts ermöglichte. Die Geschichte des Protagonisten David Hohl wird in ein inszeniertes Gartenseminar in der idyllischen Gartenanlage der Burg Hülshoff übersetzt, in dem die Besucherinnen aktiv gärtnern und in eine bestehende Struktur eingreifen. Der Garten wird sowohl als Aktionsraum als auch als System des Wachsens, Verblühens und Verbergens von Dingen unter dem Boden Teil der Performance.
Es entsteht ein Ort zwischen absoluter Glücksvorstellung – des locus amoenus und einem Schreckensszenario – des locus terribilis. Der Garten als Ort wo gepflegt und gehegt wird, ist immer auch Ausdruck eines Kultursystems.
Fraglich bleibt, wer kultiviert was? Wer bestimmt die Gestaltung? Wer darf bleiben, wie muss etwas weggemacht werden? Und was bleibt zurück, wenn die ‚Gärtnerin’ oder der ‚Gärtner’ geht?

Eine Performance über Fragen zur Daseinsberechtigung, im Kleinen wie im Großen. Wie handeln wir, wenn wir um existentielle Konsequenzen für Andere wissen?

Künstlerische Leitung und Performance Till Wyler von Ballmoos | Performance Stella Maria Adorf, Isabel Lehnen | Texte Lukas Bärfuss | Dramaturgie Jörg Albrecht | Hörspielfassung Jan Sneijder | Technik Brigitte Hamar | Park- und Gartenpflege / Szenografie Harald Humberg | Produktionsleitung Sophia Kisfeld, Laura Herder

Vom Gärtnern und Töten entstanden im Rahmen von Keine Sorge/Don’t Care, ein Projekt von Burg Hülshoff – Center for Literature, gefördert durch die Kunststiftung NRW und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW im Programm Regionale Kulturpolitik

 

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